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Silber-Investor Nachrichten - Details
>> 14.01.2009 |Nachrichten-Splitter: BIP im vierten Quartal 2008 stärker geschrumpft +++ Deutsche Bank mit 4,8 Mrd. Euro Quartalsverlust +++ Kreditkrise erreicht Mittelstand +++ Kommentar: Krise Part II


Deutsche Wirtschaft vierten Quartal 2008 stärker geschrumpft
Wie das Statistische Bundesamt heute morgen mitteilte, ist das Bruttoinlandsprodukt nach vorläufigen Schätzungen im letzten Quartal 2008 wie erwartet stärker geschrumpft. Nachdem in den beiden Vorquartalen das BIP real um 0,4 Prozent und 0,5 Prozent gesunken war, weitete sich der Rückgang im letzten Quartal weiter aus. Insgesamt konnte die Deutsche Wirtschaft im Jahr 2008 real noch um 1,3 Prozent wachsen. Für 2009 wird allgemein von einer weiteren Schrumpfung der deutschen Wirtschaftsleistung ausgegangen, verbunden mit einer erheblichen Zunahme der Arbeitslosigkeit.
Für das moderate Wachstum im Gesamtjahr waren nach Angaben von Destatis ausschließlich Wachstumsimpulse aus dem Inland verantwortlich. Den größten Beitrag zur Wirtschaftsleistung leisteten dabei Ausrüstunginvestitionen (+5,7 %) und Bauinvestitionen (+2,9 %). Das Staatskonsum nahm real um 2,2 % zu, während die Konsumausgaben stagnierten. Der Außenbeitrag wurde mit -0,3 % negativ und bremste das Wachstum. Überarbeitete Ergebnisse wird das statistische Bundesamt am 13. Februar veröffentlichen.
Nach Schätzung des Bundesamtes für Statistik lag der Umsatz im deutschen Einzelhandel im Jahr 2008 nominal voraussichtlich 1,9 % bis 2,4 % über dem Vorjahr. Real dürfte der Umsatz hingegen nur das Niveau des Vorjahres erreicht haben oder leicht unter diesem liegen. Diese Schätzung basiert auf für den Zeitraum von Januar bis November 2008 vorliegenden Daten. In diesem Zeitraum setzte der deutsche Einzelhandel nominal 2,1 % mehr und real 0,5 % weniger um als im entsprechendem Vorjahreszeitraum.

Deutsche Bank mit 4,8 Milliarden Euro Verlust in Q4
Die größte deutsche Privatbank erwartet für das vierte Quartal 2008 einen Verlust nach Steuern von ca. 4,8 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr erwartet das Institut nun einen Verlust in Höhe von rund 3,9 Milliarden Euro, nach einem Gewinn von 6,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Am Tag zuvor wurde bekannt, dass die Deutsche Bank die Anteile der Deutschen Post an der Postbank sehr viel schneller übernimmt. Zugleich zeichnet die Deutsche Post neue Aktien der Deutschen Bank in Höhe von 8 % des Stammkapitals im Umfang von ca. 1,2 Milliarden Euro. Medien und Kapitalmärkte werteten die Transaktion jedoch weniger positiv, da für die Deutsche Bank nun eine indirekte Staatsbeteiligung und damit ein möglicher staatlicher Einfluß angenommen wird. Zudem hatte die Postbank am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass im Geschäftsjahr 2008 mit einem Verlust gerechnet wird.

Kreditkrise erreicht Mittelstand
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernest & Young veröffentlichte am Montag die Ergebnisse einer Befragung unter 121 Banken. Nach Ernest & Young gingen 63 % der befragten Banken davon aus, dass die Kreditvergabe an Unternehmen zukünftig restriktiver vorgenommen würde. Zugleich steigt bei einem Großteil der befragten Banken der Bedarf an Risikovorsorge weiter an, da aufgrund der schlechten Wirtschaftsaussichten mit einer Zunahme von Kreditausfällen und Insolvenzen gerechnet wird. Schon jetzt haben die mittelständischen Unternehmen der Automobilzulieferbranche ernste Finanzierungsschwierigkeiten insbesondere bei langfristigen Finanzierungen.

Kommentar: Krise Part II
Eine Anregung zu dem Titel dieses Kommentars gab ausnahmsweise ebenfalls ein Kommentar. Er befaßte sich mit dem jüngst beschlossenen zweiten Konjunkturpaket. Das Konjunkturpaket, so unzureichend und kompromißbeladen es auch sein mag, kam aus meiner Sicht als Beschluß zur richtigen Zeit. Denn die Daten des statistischen Bundesamtes, aber auch die Konjunkturdaten aus der Eurozone, Asien und den USA belegen, dass Wachstumsimpulse für den Augenblick nicht durch den Außenhandel generiert werden, der hier mittlerweile einen negativen Beitrag leistet. Vor allem aber beinhaltet das Konjunkturpaket mit dem Schutzschirm für Unternehmen - hoffen wir auf eine einfache und unbürokratische Ausgestaltung - eine für die nahe Zukunft wegweisende, wenn auch eigentlich nicht gewünschte, Komponente. Die Zahlen der Deutschen Bank, jüngste Hilfen für die Commerzbank und Dresdner Bank, aber auch Berichte um notwendige weitere Finanzierungen und einen Staatseinstieg bei der Hypo Real, Gerüchte zu einer möglichen Finanzhilfe des IWF für Irland und einer möglichen Kapitalerhöhung bei der HSBC von bis zu 30 Milliarden Dollar machen deutlich, dass die Liquidität für die Realwirtschaft austrocknen kann. Kurz gesagt: Die Banken brauchen die Milliarden-schweren Hilfen zu einem Großteil für sich selbst. Die Kreditvergabe kommt aus eben diesem Grund und den schlechten Konjunkturaussichten ebenfalls unter die Räder.
Damit wird der Staat, in unserem Fall ein 100 Milliarden Euro Bürgschafts- und Kreditprogramm, in der aktuellen Situation ein Retter für die Realwirtschaft. Durch öffentlichen und privaten Konsum (selbst wenn der Großteil der finanziellen Transferleistungen an die Bürger gespart wird), aber vor allem durch Liquidität für die Wirtschaft und Liquidität für die Kreditwirtschaft.
Die Kehrseite, und damit komme ich zum Titel dieses Kommentars, ist ein gewaltiges Inflationspotenzial, das sich zur Zeit aufgrund der Erwartungen und Handlungen der Wirtschaftsteilnehmer nicht entfalten kann. Wenn diese Erwartungen sich normalisieren, weil das Potenzialwachstum wieder zunimmt, wird auch dieses Inflationspotenzial frei. Und aus meiner Sicht steht dann auch nicht zu erwarten, dass eine Regierung oder eine Notenbank einer führenden Industrienation, das dann noch zarte Wachstumspflänzchen durch die Verringerung der sprunghaft ansteigenden umlaufenden Geldmenge abwürgt. Viele Politiker und Notenbanker erkennen diese Gefahr und haben das in der jüngsten Vergangenheit auch geäußert, doch eine Lösung bot niemand.
Und, um den Gedanken einmal zu Ende zu bringen, es gibt auch keine Lösung dafür, welche aktuell medial oder politisch akzeptabel, vorstellbar, vor allem aber finanzierbar wäre. Also wird mit jedem Tag, mit jedem Konjunkturprogramm und mit jeder Zinssenkung - und auch ich erwarte und hoffe, dass die EZB die Zinsen weiter schnell senkt - die Wahrscheinlichkeit einer aufkommenden echten Inflation größer. Ich betrachte diesen Prozeß aufgrund seines globalen Auftretens, seines Ausmaßes und seiner medialen Begleitung, vor allem aber aufgrund der absoluten Betrachtung von Geld als Wertmaßstab in den Köpfen der Menschen, mittlerweile weder als abwendbar noch als außergewöhnlich. Und wenn man, so wie ich, das Geschehen als normalen Prozeß betrachtet, erübrigt sich auch die Kritik an einer überbordenden Staatsverschuldung. Davon abgesehen, das habe ich im Übrigen mit dem Autor jenes anregenden Kommentars gemein, graut es mir davor, auch wenn ich, so wie Sie, in Werte investiere. Vornehmlich, wen würde es bei dem Betreiber dieser Website wundern, in Silber.

Mit besten Grüßen
Hansgeorg Schuster

Anmerkungen & Kommentare an: redaktion@silber-investor.de

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>> 1 oz Wiener Philharmoniker28,90 €
>> 1 oz Silver Eagle29,45 €
>> 1 oz Maple Leaf29,73 €
>> 1 oz Koala34,33 €
>> 1 oz Kookaburra36,85 €
>> 1 oz Britannia33,75 €
>> 1 oz Libertad28,70 €
>> 1 oz Panda35,17 €
>> 1 oz Lunar II Tiger47,00 €
>> 2 oz Libertadn. erh.
>> 5 oz Libertad172,98 €
>> 10 oz Kookaburra297,51 €
>> 10 oz Koala360,99 €
>> 10 oz Lunar II Tiger379,90 €
>> Cook Islands Münzbarren946,95 €
>> 1 kg Koala940,00 €
>> 1 kg Kookaburra1.095,00 €
>> 1 kg Libertad1.028,33 €
>> 1 kg Lunar II Tiger1.058,60 €
>> 1 kg Silberbarren Heraeus1.015,00 €