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Kommentar: Realitätssinn Liebe Silber-Investoren, zunächst einmal hoffe ich, dass wir in der Lage waren, die Startseite wieder etwas übersichtlicher zu gestalten. Des weiteren
möchte ich um Ihr Verständnis bitten, dass in den letzten Tagen an dieser Stelle keine Nachrichten erschienen. Wir haben unsere
Energie auf die Ausweitung des Vergleichsangebotes gelegt, da gerade jetzt auch etliche Händler auf die neuen Jahrgänge umgestellt
haben. Und das werden Sie mir sicher glauben, das hat ein wenig mehr Spass gemacht, als sich mit den in solch grosser Fülle auftretenden
"schlechten" Neuigkeiten intensiv zu befassen.
Die Entwicklung der letzten Tage, ebenso wie die starke Zunahme der Nachfrage nach edlem
Metall und sogar der nennenswerte Anstieg des Silberkurses zeigen vor allem eines: Realität.
Ich persönlich bin positiv
überrascht, dass langsam auch die Politik dazu übergeht, sich dem wahren Ausmaß der aktuellen Probleme, wenn auch nicht ihren
Folgen in der Zukunft an zu nähern.
So werden in den USA Überlegungen angestellt, eine Bad Bank zu gründen, welche den
US-amerikanischen Finanzsektor mit bis zu 2 Billionen US-Dollar unterstützt. Insbesondere die kommunizierte Summe zeigt ein hohes
Maß an Realitätssinn. Auch in Deutschland kommt man den Problemen näher, wenn die Bundesregierung nun von 600 bis 800
Milliarden Euro an "toxic waste" bei den deutschen Banken ausgeht. Doch allein das Geldschöpfen wird nicht ausreichen. Denn auch in
Banken arbeiten Menschen, die ebenfalls negative Erwartungen haben. Schon allein deshalb werden die Institute nicht automatisch ihre
Kreditvergabe stark vergrößern. Und schon die eigene unternehmerische Verantwortung, die Verantwortung dem Staat, den
Anteilseignern und den Mitarbeitern und Vertragspartnern wird das verhindern.
In den USA und in Großbritannien ist man da schon
weiter. Denn neben der weitergehenden Stützung des Bankensektors, beginnen die Notenbanken - im großen Stil - Geld in den Markt zu
pumpen. Die kurzfristige Aufrechterhaltung der Illusion der Geldwertstabilität durch eine geringe Rendite kann dabei wohlwollend zur
Kenntnis genommen werden.
Doch auch das wird nicht ausreichend sein. Denn die Realwirtschaft braucht finanzielle Unterstützung, schnell und direkt. Das Beispiel
Japans, wo mit dem zusammenbrechenden Export, der enormen Produktionskürzung und der schnellen und starken Abnahme der Beschäftigung
auch die Binnennachfrage stark zurückgeht, zeigt einmal mehr, dass Beschäftigung im Inland, vor allem aber die Sicherung dieser ein
Schutz ist, der unabhängig von der Währung oder Geld ist, der auch dann weiter existiert, wenn das Papiergeld lieber zum Heizen
verwendet wird. Bitte entschuldigen Sie die - wie ich hoffe - erhebliche Übertreibung.
Mit besten Grüßen Hansgeorg Schuster
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