| Typisch: fortlaufende Geldentwertung und unerwünschte Schuldenbremse
Liebe Silber-Investoren,
die letzten Tage waren aus Sicht des Silbers glänzend. Silberkurs und die Preise für Bullions und Barren haben aufgrund der hohen
Nachfrage erheblich zugelegt. Wert, bitte nicht zu verwechseln mit Preis, bestimmt für eine immer größer werdende Anzahl von
Menschen wieder die Orientierung bei der Vermögenssicherung. Und tatsächlich vergeht kaum ein Tag, an dem Ihnen und mir nicht Grund
gegeben wird, an der Funktionsfähigkeit des noch auf Papiergeld basierendem Wirtschaftssystems zu zweifeln. Angefangen bei dem
Rekordverlust der UBS über die wiederkehrenden neuen Garantien für die Hypo Real Estate, der notwendigen Kapitalspritze für die
HSH Nordbank in Milliardenhöhe, die Zinssenkung der Schwedischen Notenbank auf 1 % (mit der Aussicht auf weitere Zinssenkungen), den
verabschiedetene Konjunkturpaketen in den USA und Deutschland bis hin zu Drohungen der Schweizer Notenbank, am Finanzmarkt zu intervenieren,
wenn der Aufwertungsdruck beim Franken nicht zurückgeht. Auch die Äußerungen der britischen Notenbank, die Geldmenge direkt zu
erhöhen sind ebenso Teil des Prozesses wie nationale Hilfen für Unternehmen, die an Beschäftigungsgarantien gebunden sind. Doch
der Handlungsdruck wird mit jedem abgebauten Arbeitsplatz immer größer. Und nur so ist es
zu erklären, dass im Rahmen der Diskussion um die Verstaatlichung der HRE die Bundeskanzlerin verdeutlichte: "Der Aktionär ist nicht
unser wichtigster Punkt" oder, dass Boni-Zahlungen (ich gehe davon aus, dass diese Zahlungen auf bestehenden Verträgen beruhen) politisch
verwertet werden und dass es keine Woche gedauert hat, bis die verabschiedete staatliche Schuldenbremse von Ökonomen und Politikern
kritisiert wird. Nicht zuletzt die Informationen über das Gerangel um die Milliarden des US-amerikanischen Konjunkturpakets haben eines
klar unter Beweis gestellt: Je einfacher und schneller es in der Vergangenheit war, Schulden zu machen, desto verführerischer sind
weitere Schulden. Und damit, ich hoffe Sie verstehen mich an dieser Stelle nicht falsch, ist keine Wertung verbunden. Die Entwicklung ist -
wie die Vergangenheit eindrücklich bewiesen hat - nicht atypisch.
Und mir persönlich sind in den vergangenen Tagen noch zwei
Ereignisse furchtbar in die Glieder gefahren. Das erste war die Aussage eines führenden deutschen Ökonomen, die Schuldenbremse
schränkte den Staat als Investor ein, und nähme deutschen Sparern die Möglichkeit einer sicheren Geldanlage in deutschen
Staatsanleihen, zwinge diese dazu, ihr Geld bei ausländischen Staaten anzulegen und finanzierte deren Investitionen. Das zweite war ein
Fernsehwerbung für Bundeswertpapiere (was zumindest für mich außergewöhnlich ist, da ich nicht oft das TV verwende).
Beides finde ich ausnehmend Besorgnis erregend.
In eigener Sache: Wir hatten heute morgen aufgrund eines technischen Problems einen
vorübergehenden Ausfall des Portals. Bitte verzeihen Sie die Störung. Soll nicht wieder vorkommen.
Noch eine Anmerkung zu den
Preisvergleichen für die 5 oz Libertad und die 1 Kg Libertad. Ich musste aufgrund des extrem eingeschränkten Angebotes meinen
Grundsätzen untreu werden. Daher haben wir bei den 5 oz Libertad die Jahrgänge 2008 und 2009 zusammengefasst. Ähnliches gilt
für den Vergleich bei der Kilomünze des Libertad. Hier finden Sie zur Zeit nur noch die Versionen in PP-Qualität, die mit
erheblich höheren Preisen verbunden sind, aber die Kilomünzen in Stempelglanz sind einfach vergriffen.
Mit besten
Grüßen Hansgeorg Schuster
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