| Liebe Silber-Freunde und Investoren, aus den Ereignissen der letzten Tage habe ich für mich drei wichtige Erkenntnisse gewonnen, von denen ich Ihnen hoffentlich schreiben darf:
1. Die Auswirkungen der Subprime-Krise kommen jetzt auch bei uns an.
Lehman Brothers war eine tragende Säule des globalen Finanzsystems, die Insolvenz dieses Unternehmens wird Banken, Sparkassen, Fonds und nicht zuletzt auch Sparer und Anleger belasten. Durch die Geld-Flut (verzeihen Sie die Wortwahl) zusätzlich auch jeden Steuerzahler. Die Krise zieht meiner Ansicht nach jetzt auch heftige Spuren durch die realen Gütermärkte und führt zu einer Verknappung eines eigentlich reichlich vorhandenen Gutes: Geld. Und ich hoffe, das wird billiger, zumindest kurzfristig.
2. Zurückgehende Preissteigerungen müssen nicht Zeichen einer Verlangsamung der Geldentwertung sein. Vor allem nicht, wenn sich reale Gütermärkte von Kapitalmärkten trennen. Ich meine, wir werden kurzfristig erleben, wie die Preissteigerungen zurückgehen, aber die Ausweitung der Geldmenge, die erfolgt, jetzt sogar notwendig ist, wird die Preise auch wieder steigen lassen. Dann nur eben ein wenig schneller.
3. Ich achte ab heute nicht mehr so gespannt auf den "Silber-Kurs". Selbst hier, in diesem Portal kann man erleben, wie weit der Silberkurs von einem geeigneten Bewertungsmaßstab für eine Anlage in Silber entfernt ist. Denn während der Silber-Kurs gestern um 1,01 % gefallen ist, mussten Sie als Investor beispielsweise für eine Unze Wiener Philharmoniker rund 8 % mehr ausgeben, für einen Maple Leaf durchschnittlich 16 % mehr, die Preise von heute morgen einmal ganz außer Acht gelassen.
Mit besten Grüssen Hansgeorg Schuster
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