| Liquidität, Eigenkapitalspritzen und freundlichere Bilanzierungsregeln
Die Staats- und Regierungschefs in der Euro-Zone haben einen "Schutzschirm" gespannt, der durch Liquidität, Eigenkapitalspritzen und freundlichere Bilanzierungsregeln den Bankensektor stabilisieren soll.
Vorbild dafür war Groß Britannien, dass allerdings heute noch einmal knapp 50 Mrd. Euro als Eigenkapitalhilfe an drei angeschlagene Banken, darunter die RBS, vergeben mußte.
Deutschland wird das - am Wochenende als "außergewöhnlich bezeichnete - Maßnahmenpaket heute vorstellen. Dieses wird einen Umfang von rund 400 Milliarden Euro haben und - wie das britische Vorbild - Börgschaften und Kapitalspritzen enthalten. Aber eben auch freundlichere Bewertungsregeln für die Bilanzen der Banken.
Bilanzierungsregeländerung mittelfristig bedenklich?
Aus meiner Sicht ist neben der ungeheuren Geldmenge, die das System nun erzeugen wird, vor allem die Änderung der Bilanzierungsregeln mittelfristig bedenklich. Denn die notwendige Liquidität für das Bankensystem dient zu einem Großteil dazu, entstandene Buchverluste auszugleichen. Und diese können dann mit einem Federstrich verschwinden, das verlorene Kapital, digitales Äquivalent für Geld, ist dann auf einen Schlag wieder vorhanden. Anmerkungen & Kommentare an: redaktion@silber-investor.de |