|
Einzelhandelsumsätze im November gesunken
Nachdem Destatis gestern bereits mit den gesunkenen Deutschen Ausfuhren ein dunkles Bild zeichnete, die im Vergleich zum November 2007
saldiert um 11,8 % zurückgingen, spiegeln auch die heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen der Einzelhandelsumsätze die
schrumpfende Realwirtschaft wieder.
Nach Schätzung des Bundesamtes für Statistik lag der Umsatz im deutschen Einzelhandel im Jahr 2008 nominal voraussichtlich 1,9 %
bis 2,4 % über dem Vorjahr. Real dürfte der Umsatz hingegen nur das Niveau des Vorjahres erreicht haben oder leicht unter diesem
liegen. Diese Schätzung basiert auf für den Zeitraum von Januar bis November 2008 vorliegenden Daten. In diesem Zeitraum setzte der
deutsche Einzelhandel nominal 2,1 % mehr und real 0,5 % weniger um als im entsprechendem Vorjahreszeitraum.
Mit zwei Ausnahmen haben alle Einzelhandelssektoren weniger umgesetzt. Im Bereich "Textilien, Bekleidung und Schuhe" wurde real 0,6 % mehr
umgesetzt. Hervorzuheben ist auch der Sektor "Sonstiger Facheinzelhandel", in dem unter anderem auch der Handel mit Schmuck geführt
wird. Hier wurde real 4,2 % mehr umgesetzt.
Großbritannien senkt Leitzins weiter
Die britische Notenbank hat den Leitzins erneut gesenkt. Mit 1,5 % liegt der Schlüsselzins nun auf dem niedrigsten Niveau in der
Geschichte der Notenbank. Das britische Pfund, das im Verlauf der letzten Monate im Vergleich zum Euro immer billiger wurde, rangiert aktuell
bei rund 1,10 Euro. Zu beginn des Jahres kostete das Pfund noch 1,34 Euro. Gleichzeitig räumte der britische Finanzminister in einem
Interview ein, dass auch die britische Regierung über weitere Möglichkeiten zur Geldmengenausweitung nachdächte. Damit geht
das Zinssenkungskarussell weltweit weiter, nachdem in der vergangenen Woche, zusammen mit steuerlichen Hilfe für Export-Unternehmen, Indien den
Leitzins um einen Prozent gesenkt hatte.
Rettung für Commerzbank und Dresdner Bank
Die Weltwirtschaftskrise hat auch im deutschen Bankensektor wieder für eine Sensation gesorgt. Um die Commerzbank und die Dresdner Bank
zu stützen, wird der Bund über den Soffin Hauptaktionär bei der Commerzbank. Im Gegenzug für eine neuerliche Finanzhilfe
in Höhe von 10 Milliarden Euro. Damit übersteigt die gesamte staatliche Hilfe für die Commerzbank mit über 18 Milliarden
Euro die definierte Obergrenze von 10 Milliarden Euro deutlich. Zugleich schloss die Commerzbank eine staatlich garantierte Anleihe ab, die
mit einem Volumen von ca. 5 Milliarden Euro geschätzt wird.
Anmerkungen & Kommentare an: redaktion@silber-investor.de |