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Erzeugerpreis im Oktober mit +7,8 % noch immer erheblich höher als zu Jahresbeginn
Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte lagen die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahr 7,8 % höher. Ohne Energie stiegen die
Erzeugerpreise um 2,9 %. Erdgas wurde im Jahresvergleich 39,8 % teurer, im Vergleich zum Vormat 8,2 %. Ebenfalls im Jahresvergleich noch erheblich teurer ist Strom mit einem Plus von 16,9 %, wobei immerhin 1,4 % weniger als im Vormonat bezahlt werden mußte. Bei Mineralölprodukten wurde Motorenbenzin mit einer Jahresteuerung von 0,2 % beinahe auf dem Vorjahresniveau verkauft, wobei sich hier ein Rückgang der Preise zum Vormonat in Höhe von 8,6 % auswirkte. Dieselkraftstoff kostete im Oktober noch 6,7 % mehr als im Vorjahr, leichtes Heizöl 13,2 %, Flüssiggas 14,5 % und schweres Heizöl mit 25,5 % erheblich mehr.
Bei den sogenannten Vorleistungsgütern wurde der höchste Preisanstieg bei Düngemitteln und Stickstoffverbindungen festgehalten, hier haben sich die Preise im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (+126,9 %). Die Preise waren auch im Vergleich zum Vormonat mit 6,5 % gestiegen. Walzstahl war 17,5 % teurer als im Vorjahr, jedoch 4,3 % günstiger als im Vormonat. Bei Blei, Zink, Zinn und deren Halbzeug wurde mit einem Preisrückgang von 44,6 % erheblich weniger bezahlt. Dieser Preisrückgang dürfte für Silber-Investoren aktuell eine gute Nachricht sein, mehren sich damit auch die Zeichen, dass mittelfristig eine Angebotsverknappung zu erwarten ist.
Verbrauchsgüter waren insgesamt 2,5 % teurer als im Vorjahr. Dabei hat sich Margarine mit 26,5 % Preisanstieg am stärksten verteuert, obwohl die Preise im Vergleich zum September immerhin 0,7 % gefallen sind. Teigwaren verteuerten sich mit 26,3 % ebenfalls erheblich, Fleisch kostete 10,9 % mehr als im Vorjahr, aber 1,8 % weniger als im September. Bei Backwaren lag die Jahresteuerung bei 7,1 %. Von September zu Oktober stiegen die Preise noch einmal um 0,5 %. Milch & Milcherzeugnisse waren im Oktober 4,9 % billiger als im Vorjahr und 0,6 % biller als im September.
Mit insgesamt 7,8 % lag die Teuerung nach den Daten von Destatis aber immer noch erheblich höher als zu Jahresbeginn, als die Teuerung der Erzeugerpreise im Januar 3,3 % betragen hatte.
IWF und Skandinavische Länder leihen Islands über 4 Mrd. Euro. Der Internationale Währungsfonds hat einen Kredit in Höhe von über 1,6 Milliarden Euro an Island genehmigt. Wie Island ebenfalls bekanntgab, erhält das Land Kredite in Höhe von 2,5 Milliarden Euro von Finnland, Dänemark, Norwegen und Schweden, um den Staatsbankrott abzuwenden.
LBBW mit staatlicher Kapitalspritze und Wunsch nach Bürgschaft aus Finanzmarktstabilisierungsfonds Zu Beginn der Woche hat auch die Landesbank Baden Württemberg den Weg in Richtung Finanzmarktstabilisierungsfonds eingeschlagen. Dazu planen die Eigentümer eine Eigenkapitalspritze zwischen 4 und 6 Milliarden Euro. In einem weiteren Schritt soll das Unternehmen dann Bürgschaften aus dem Fonds in Anspruch nehmen. Als Grund für die Maßnahmen wurden Wertberichtigungen in noch nicht genannter Höhe in Folge der Finanzkrise angegeben.
EU-Kommission mit Planungen für 130 Milliarden schweres Konjunkturpaket Wie die EU-Kommission mitteilte, ist ein Konjunkturpaket im Umfang von 130 Milliarden Euro in Planung. Dieses soll aus bereits geplanten aber dann vorgezogenen Mitteln, Finanzierungen durch die Mitgliedsländer und eventuell aus durch die EU aufgenommenen Mitteln bestehen. Das Konjunkturprogramm soll Investitionen, Klimaschutz, Energieeffizienz ebenso unterstützen wie auch kleine und mittlere Unternehmen. Daneben sind auch Erleichterungen der EU-Beihilfe-Regeln in Planung. Jeder Mitgliedstaat soll sich mit 1 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung beteiligen, wobei die Haushaltsspielräume berücksichtigt werden sollen. Auf die Bundesrepublik würden damit Mehrbelastungen von bis zu 25 Milliarden Euro auftreten, die in der jetzt geplanten Nettokreditaufnahme von 18 Milliarden Euro nicht vorgesehen sind.
Notenbanken signalisieren weitere Zinsschritte In den vergangenen Tagen signalisierten die Ferderal Reserve Bank, die EZB und auch die Bank of England durch ihre Präsidenten weitere Zinssenkungen, welche durch die insbesondere in den USA zu beobachteten Preisrückgänge möglich würden und notwendig seien, um die Konjunkturen zu stabilisieren, insbesondere die Rezession zu verkürzen. Zuletzt hatte sich auch der EZB-Präsident entsprechend geäußert. Im Zuge der zunehmenden Erwartung der Marktteilnehmer vergrößert sich die Nachfrage nach Anleihen weiter.
Kommentar: Silber - besondere Stärke Liebe Silber-Investoren, unsichere Zeiten verlangen nach Sicherheit. Und Silber beweist diese Sicherheit einmal mehr. Selbst einer Rezession kann dieses Edelmetall eine stabilisierende Seite abgewinnen. Die zurückgehenden Preise für Blei und Zink sind durch die Produktionskombination ein positives Signal, denn Nachfragerückgänge werden, wenn auch zeitlich versetzt zu
Angebotsrückgängen führen. Also bietet Silber auch mittelfristig - im Vergleich zu anderen Investitionssegmenten - auch in
dieser Krise positive Signale, die nicht nur günstige Einkaufsmöglichkeiten bieten, sondern - mit großer Vorsicht
formuliert - gute Gründe, auf die dauerhafte Wertstabilität des Silbers zu vertrauen.
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