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Aus für GM und Co.? Nachdem der US-amerikanische Kongreß das 14-Milliarden-Dollar-Rettungspaket für die kurz vor der Insolvenz stehenden Konzerne GM, Chrysler und Ford abgesegnet hatte, ist dieses nun im Senat gescheitert. Wie in den Medien berichtet wurde, verweigerte die Mehrheit der Senatsmitglieder ihre Zustimmung,
weil die Auto-Gewerkschaften nicht zu den geforderten Zugeständnissen bereit waren. Damit erscheint das Aus für die notleidenden Autobauer, viele Zulieferer unvermeidlich.
Bei General Motors bereitet man sich Medienberichten zufolge bereits auf den Gang in die Insolvenz vor.
US-amerikanische Konjunktur trudelt schneller Eine Reuters-Umfrage deutete einen längeren Abschwung für die USA voraus. 100 befragte Ökonomen erwarten nach Reuters im Mittel, dass die US-amerikanische Wirtschaft in vier Quartalen schrumpfen wird. Auch für das kommende Jahr erwarten die Ökonomen eine Fortsetzung mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von -2,6 % im Winter und -0,6 % im Frühjahr. Das laufende Quartal ist für die US-amerikanische Wirtschaft nicht nur aufgrund der Bankenkrise und Kreditklemme desaströs. Die auch international kontrahierenden Volkswirtschaften rund um den Globus hinterlassen auch im Außenhandel der USA ihre Spuren. So gingen nach Angaben des US-Wirtschaftsministeriums die Exporte auf einen Gesamtwert von 152 Mrd. US-Dollar zurück, 2,2 % weniger als im September 2008 (-6,4 % im September).
Doch wegen der sinkenden Energiepreise und der stark zurückgehenden US-amerikanischen Nachfrage gingen auch die Importe 1,3 % auf 209 Milliarden US-Dollar zurück. Das Handelsbilanzdefizit stieg hingegen auf 57 Milliarden US-Dollar. Die Arbeitlosenrate in den USA steigt 573.000 Anträgen nach Angaben des US-Handelsministeriums erheblich schneller. Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe erreiche den höchsten Stand seit 1982. Wie das US-Finanzministerium am Mittwoch mitteilte, hat das US-Amerikanische Haushaltsdefizit im November einen Rekordstand in Höhe von 164,4 Milliarden US-Dollar erreicht.
Konjunktur in Europa und Deutschland in schwarzen Farben, Welthandel -2,5% Die Konjunkturprognosen für Deutschland und die EU sehen ebenfalls furchtbar aus. So veröffentlichte das Ifo-Institut am Donnerstag in einer neuen Prognose für Deutschland eine Schrumpfung von 2,2 % in 2009 und - als erstes Institut - ebenfalls eine um 0,5 % zurückgehende Wirtschaftsleistung für 2010.
Obwohl das Institut für das kommende Jahr einen um 0,6 % steigenden Konsum prognostiziert, reicht dieser laut Institut nicht aus, um den negativen Einfluß des zurückgehenden Exports aufzufangen. Ähnlich wird die aktuelle Lage auch von der EZB gesehen, die davon ausgeht, dass sich die Konzentration der Wirtschaft bis Mitte des kommenden Jahres fortsetzt.
Die Weltbank hat zuletzt ihre Prognose bzgl. der Entwicklung des Welthandels kassiert. Aktuell gehen die Experten des Institutes davon aus, dass der Welthandel im kommenden Jahr um 2,5 % schrumpfen wird.
Konjunkturprogramme: Belgien, Schweden und Japan Die belgische Regierung hat unmittelbar vor dem EU-Gipfel ein Konjunkturprogramm in einem Umfang von rund 2 Milliarden Euro beschlossen, um im kommenden Jahr die Kaufkraft der Arbeitnehmer um 150 Euro und im Jahr 2010 um 250 Euro zu erhöhen. Schweden plant, die Autoindustrie mit einem Hilfspaket zu unterstützen. Das Paket soll einen Umfang von 1,9 Milliarden Euro und unter anderem Notfallkredite im Umfang von 473 Millionen Euro enthalten. Mit dem Paket will die Regierung die Entwicklung grüner Technologien fördern. Japan stellt heute die Pläne für ein Konjunkturprogramm in Höhe von rd. 330 Milliarden Euro vor.
Kommentar: Zusammenarbeit gefragt In Krisenzeiten wird eine Volkswirtschaft nicht nur von außen bedroht. Zurückgehende Vermögen, Angst vor Armut und die zunehmenden Ungleichgewichte führen auch zu innenpolitisch zu Spannungen. Dabei sollte, wie der Bundespräsident sehr treffend formuliert hat, der Krise mit Umsicht, Besonnenheit und Verantwortung - vor allem gemeinsam - begegnet werden. Auch die letzte große Wirtschaftskrise war langfristig eine Episode, die vielleicht anders verlaufen wäre, wenn sich die Beteiligten
Interessengruppen nicht gerauft sondern zusammengerauft hätten. Eine Forderung nach einer Zwangsanleihe ist gelinde gesagt populistisch und gefährlich. Abgesehen davon bieten die Konditionen die Gefahr einer schleichenden Enteignung. Und vielleicht wären die Urheber dieser interessanten Forderung besser beraten gewesen, sich an die Worte des Bundespräsidenten und die Worte eines großen chinesischen Gelehrten zu erinnern, der sinngemäß sagte "ein großer Mann wägt seine Worte langsam, aber handelt rasch. Der einfältige Mann hält es umgekehrt."
Andererseits: Silber ist glücklicherweise weder Geld, noch immobil und vor allem nicht digital.
Mit besten Grüßen Hansgeorg Schuster
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