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Führende Politiker erzielen Einigung über Hilfspaket von 700 Mrd. US-Dollar
Regierung und führende Politiker aus Kongress und Senat haben heute bekannt gegeben, eine Einigung über das "Rettungspaket" der
US-Regierung für die strauchelnde US-amerikanische Finanzbranche erzielt zu haben.
Ziel der Aktion ist es, die angeschlagenen Banken mit Liquidität zu versorgen, um die mittlerweile beinahe illiquiden Märkte
wieder zu normalisieren. Die Regierung kann entsprechend der Planungen angeschlagenen Banken giftige Hypothekendarlehen im Wert von bis zu
700 Mrd. US-Dollar abkaufen. Zudem kann die Regierung zahlungsunfähigen Hauseigentümern neue Verträge anbieten. Einigung wurde darüber erzielt, dass die Regierung sich an den gestützten Unternehmen beteiligt und Geälter und
Bonuszahlungen dieser Unternehmen begrenzt werden können. Zudem ist es vorgesehen, Bonuszahlungen zurückfordern zu können,
wenn sich die Entscheidungsgrundlagen für die Genehmigung später als falsch herausstellen. Das Hilfspaket wird durch die Regierung
über eine Neuverschuldung finanziert. Eine Verabschiedung durch das Repräsentantenhaus und den Senat ist noch notwendig.
Die größte "Sparkasse" der USA, die Washington Mutual, ist einem Bankrun zum Opfer gefallen. Verlorenes Vertrauen führte zu der größten Unternehmenspleite in der Geschichte der USA. Innerhalb von Stunden entzogen
Kunden der Bank Einlagen im Wert von über 16 Mrd. US-Dollar und trieben das Unternehmen in die Insolvenz. Die Auswirkungen auf die
deutschen Finanzinstitute werden, einmal von dem psychologischen Effekt abgesehen, als gering eingeschätzt. Nicht zuletzt dieser
Bankrun hat sicherlich auch einen wichtigen Grund für die Einigung bzgl. des Rettungspaketes geführt, das nun zu einem zwingend
notwendigen Signal geworden ist.
US-Analysten sehen noch größere Risiken Entsprechend einer durch das Analystenhaus Weiss Research veröffentlichten Studie gehen die Risiken der Finanzkrise in die Billionen.
Die Analysten betrachten 1.600 Institute in den Vereinigten Staaten mit Vermögenswerten von über 3,6 Billionen US-Dollar als
"Wackelkandidaten". Zudem seien laut Analysten in den USA 86 Banken mit Vermögenswerten von jeweils mehr als 5 Mrd. US-Dollar stark in
das Geschäft mit heiklen Hypothekendarlehen involviert und daher aktuell besonders gefährdet.
Daneben besteht für die Analysten noch ein Risiko aus US-amerikanischen Unternehmensanleihen und Derivaten, dass insgesamt auf einen
Betrag von über 230 Billionen US-Dollar geschätzt wird.
Finanzkrise hat auch Russland erfaßt Die russische Regierung hat zugegeben, dass die Finanzkrise auch Russland erfasst hat. Russland habe zur Beruhigung der heimischen
Finanzmärkte ein Hilfspaket über 100 Mrd. US-Dollar geschnürt. Die Finanzkrise hat aber bereits jetzt zu erheblichen
Schächungen der russischen Wirtschaft geführt. Seit August haben internationale Investoren mehr als 50 Mrd. US-Dollar abgezogen
und nach Branchenkreisen ist die Kreditvergabe im Bausektor Russlands praktisch zu Erliegen gekommen.
Ähnlich schlechte Nachrichten kommen auch aus anderen Regionen der Welt. In der Golf-Region mußten Währungshüter
bereits mit Milliarden einspringen, um heimische Institute mit Liquidität zu versorgen. Mexiko befürchtet einen Zusammenbruch des
heimischen Kreditmarktes. Schon jetzt ging der private Konsum aufgrund der stark verringerten Bereitschaft zur Vergabe von Klein- und
Konsumentenkrediten erheblich zurück. Der Pesos ging in Folge der Nachrichten auf Tauchstation und markierte ein 6-Monats-Tief.
Analysten von Goldman Sachs erwarten eine Fortsetzung der Rohstoff-Hausse Analysten der Goldman Sachs Jbware Pty. erwarten eine Fortsetzung der Hausse im Rohstoffsektor. Was zunächst wie ein Scherz anmutet, da
ja die Finanzkrise zu einem Nachfrage-Rückgang führen wird, genau die gleichen Faktoren als Ursache. Die Analysten gehen davon
aus, dass eben durch die Finankrise im Zuge der erheblich verschlechterten Finanzierungsbedingungen für neue Projekte auch die
Angebotsseite beeinträchtigt. Da Anpassungsprozesse auf der Investitionsseite auch selten so schnell reagieren können wie die
Liquiditätsbesierte Finanzierungsseite, könnte die Finanzkrise tatsächlich trotz kurzfristiger Nachfragerückgänge
zu einer Rohstoff-Hausse beitragen.
Preise für Anlage-Silber sehr fest Die vergangene Woche hat zumindest den Investoren in physisches Silber einige Freude bereitet. Die Preise, welche für eine Unze Silber als
Silbermünze oder als Silberbarren bezahlt werden mussten, haben sich in der abelaufenen Woche sehr fest entwickelt. Preisanstiege auch
für grössere Order-Volumen von über 15 % bis auf 13,70 € (bei einer Bestellmenge von 1.000 Unzen) haben unter Beweis gestellt,
dass Silber als Anlage eine hohe Stabilität aufweist. Die Nachfrage hat zudem in der Woche auch das wieder spürbar grössere
Angebot bei den Händlern gut aufgenommen.
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