| Abbau der Arbeitslosigkeit hat sich in Deutschland gering beschleunigt +++ US-Wirtschaft wuchs in Q2 dank Export und Steuergeschenken +++
Arbeitslosigkeit im August in Deutschland weiter gesunken Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich im August noch unbeeindruckt von den dunklen Wolken am Konjunktur-Himmel. Die Bundesagentur für
Arbeit hält es nach für möglich, dass die Arbeitslosigkeit im Oktober oder November diesen Jahres zeitweilig auf einen Wert
unterhalb der 3-Millionen-Marke fallen kann. Mittelfristig ist jedoch sowohl der Rückgang der Arbeitslosigkeit im August als auch eine
Unterschreitung der beinahe magischen Grenze von 3 Millionen nach Ansicht von Experten jedoch nicht über zu bewerten, da der
Arbeitsmarkt verzögert auf die Konjunkturentwicklung reagiert, die sich damit erst zum Jahresende zeigen werden.
Die US-amerikanische Wirtschaft hat sich im 2. Quartal besser entwickelt als erwartet Dank eines verbesserten Exports und einer höheren Ausgabebereitschaft der US-Bürger ist die Wirtschaft in den USA stärker
als erwartet gewachsen. Das Brutto-Inlandsprodukt legte auf Jahressicht um 3,3% zu, wie letzte Woche durch das US-Handelsministerium
berichtet wurde. Im Vorquartal war die US-Wirtschaft noch um 0,2% geschrumpft. Es wird jedoch erwartet, dass sich die Lage wieder eintrüben wird. Hierfür werden der leicht gestiegene US-Dollar verantwortlich
gemacht, ebenso wie die nachlassende Konsumbereitschaft der US-Bürger, sobald die Steuererstattungen (im Volumen von 80 Mrd.
US-Dollar) aufgebraucht sind. Erwartungen, dass die FED ihr Augenmerk durch die besseren Konjunkturdaten wieder auf die Bekämpfung der
Inflation legen wird, konnten sich jedoch noch nicht durchsetzen. Einerseits, da der IWF ebenfalls nicht eine Fortsetzung der Erholung
erwartet, andererseits, da die Konjunkturspritze der US-amerikanischen Regierung selbst die Geldentwertung vorangetrieben hat.
Geldentwertung ist im August im Euro-Raum leicht auf 3,8 % zurückgegangen Dies teilte Eurostat am Freitag nach einer vorläufigen Schätzung mit. Dieser Rückgang hängt nach Expertenansicht vor
allem mit dem Rückgang des Ölpreises zusammen. Für Deutschland ermittelte Eurostat eine geschätzte Teuerungsrate von
3,1 %, während diese für den Euro-Raum bei 3,8 % lag. Auch nach diesem leichten Rückgang kann jedoch doch noch keine Entwarnung gegeben werden. Konjunktur, Inflation und Finanzkrise werden
in den kommenden Monaten weiter verhindern, dass die führenden Zentralbanken konsequent gegen die bereits spürbar beschleunigte
Geldentwertung vorgehen können, zu fraglich sind die Wirtschaften. Es ist also damit zu rechnen, dass sich Geldentwertung und
Preisanstieg fortsetzen werden. Perfekt in diesen Reigen passend gab die Deutsche Bahn bekannt, Ihre Preise Mitte Dezember um 3,9 % anheben
zu wollen.
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