| Ein Vorschlag zum Beenden der "Vertrauenskrise" bei Staatsanleihen
Liebe Silber-Investoren,
vorab möchte ich mich für das Jahr 2011 bei Ihnen bedanken. Für Ihre Zeit, Ihr Interesse und Ihre Taten. Denn, es mag gestelzt klingen, Sie haben die Welt verändert. Daneben hoffe ich, Sie hatten ein frohes und erholsames Weihnachtsfest, denn die geruhsame Zeit scheint einmal wieder vorbei zu sein.
"Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing" ist eine Wahrheit, denen Sie in den vergangenen Jahren, Monaten und Wochen immer wieder begegnet sind, während objektive Momente zunehmend seltener werden. Vielleicht fällt es aber auch nur stärker auf als früher.
Wenn Sie also lesen, dass Pimco Informationen lanciert wie "Staatsanleihen aus der Währungsunion seien 'giftige Schulden'", dann ordnen Sie das bitte entsprechend ein. Nach der Trennung von der Allianz ist die Abhängigkeit von 'stupid american money' sicherlich nicht kleiner geworden. Im gleichen Zusammenhang sind mediale Gebete bzgl. der 'starken' Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen auch durch die häufige Wiederholung nicht realistischer. Und, selbst wenn die Nachfrage jetzt in den letzten zwei Monaten zugenommen hätte, zur Hochphase der "Euro"-Panik im Q3, wollten Ausländer bis auf sicherlich wenige Ausnahmen US-Treasuries einfach nicht haben.
Auch Aussagen in gegenteiliger Richtung wie beispielsweise von der Allianz oder dem Bundesfinanzminister dienen in dem medialen Krieg lediglich der weitreichenden Überzeugungsarbeit. Glaubensbekenntnisse bestenfalls.
Hier nun mein einfacher Vorschlag, um nachhaltig Anleger zu bewegen, in europäische und/oder US-amerikanische Anleihen zu investieren: Hinterlegen Sie langlaufende Staatsanleihen zu einem relevanten Prozentsatz mit Edelmetallen, wenigstens mit Silber. Selbst bei einer Laufzeit von 30 Jahren sollten die Absatzchancen bei dann kleineren Zinssätzen höher sein als jetzt.
Doch bin ich mir sicher, dass diesen Schritt noch niemand gehen möchte. Es wird weitergehen wie bisher, hier wie jenseits des Atlantiks. Traurig.
Liebe Silber-Investoren, mit den Wünschen für ein erfolgreiches Jahr 2012, das Ihnen sicherlich bevorsteht, hier noch einen letzten Rat: Werden Sie nicht ungeduldig. Die Spekulation auf sinkende Kurse bei Gold und Silber wird kurzfristig noch zunehmen (schon zu John Law's Zeiten eingesetzt), solange die Menschen US-Dollar zu den jetzigen Bedingungen akzeptieren. Es ist ein letztlich vergeblicher Versuch, durch Symptombekämpfung eine Weltordnung wiederherzustellen, die sich selbst überlebt hat. Die Zeit des blinden Vertrauens in unbesicherte Staatsanleihen ist vorbei. Sie wird wiederkommen, wenn die Staatsanleihen härter werden, mit Edelmetallen als Sicherheit.
Mit besten Grüssen
Hansgeorg Schuster
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