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Buch-Informationen: Der Untergang des Dollar-Imperiums

Die verborgene Geschichte des Geld und die geheime Macht des Money Trusts
"Es wird jetzt deutlich, dass die Politik der Regierung über das Ziel hinausgegangen ist, die Banken in den Finanzzentren vor der Insolvenz zu bewahren ..., der Umgang mit der Schuldenkrise durch die Regierung Reagan hat tatsächlichdie Institutionen belohnt, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Krise entstanden ist, und gleichzeitig die Sektoren der US-Wirtschaft bestraft, die keine Verantwortung für die Schuldenkrise tragen."
Obwohl dieses Zitat aus einer für den US-Kongress erstellten Studie aus dem Jahr 1986 entstammt, ist es aus Sicht der Redaktion wunderbar geeignet, um in den nächsten Bericht für den Kongress in den kommenden Jahren aufgenommen zu werden.

Aus unserer Sicht ist das Buch in hervorragendem Maße geeignet, um die aktuelle Wirtschaftskrise und ihre Entstehung aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ebenso die politischen Reaktionen und Paradigmen, die sich seit vielen Jahren hertnäckig halten. Zinserhöhungen zur Inflationseindämmung, Wachstums- und Wohlstandseffekte durch steigende Aktienmärkte oder auch den Zusammenhang zwischen Konsumentenvertrauen und Konsum. Daüber hinaus liefert das Buch, ebenso wie das Werk von Galbraith einen Beleg für, dass es sich im Grunde um die schwerste bisher in den USA aufgetretene Strukturkrise handelt, deren Ursachen weit in die Vergangenheit reichen. Aus Sich der Redaktion erheblich weiter als in die Zeit Greenspans.

Engdahl kann, das ist nicht hoch genug anzurechnen, bis auf wenige Ausnahmen, einen sehr umfassenden Abriss über die wirtschaftliche Vergangenheit der USA und wichtiger Industrienationen liefern, der in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückreicht.

Besonders hervorzuheben sind die Abschnitte des Buches, die sich mit den 1930er-, 1970er- und 1980er-Jahren auseinandersetzen, aber auch der Macht des wirklichen US-amerikanischen Establishments. Die Ausführungen zum "Money Trust" (Anm. d. Red.: den wir immerhin als sinnvolle Bezeichnung zur Kategorisierung bestimmter Interessen sehen), aber auch die Ausführung zu britischen Banken in der Vergangenheit und Gegenwart bieten zudem eine treffsicheren Erklärungsansatz für die mangelnde Regulierung der US-amerikanischen Bankenlandschaft, der nachhaltigen medialen Schwächung des Euros und sogar des Verhaltens des Federal Reserves.

Um das Thema Money Trust aus unserer Sicht ein wenig mehr zu beleuchten sei an dieser Stelle noch ein anderes Buch empfohlen, das im Original 1975 unter dem Titel "The Rockefeller Syndrome" (Autor Ferdinand Lundberg) erschienen ist. Mit Hilfe des Buches, dem leider auch eine gewisse Faszination gegenüber der Familie Rockefeller und ihrer Taten zu entnehmen ist, ist es in Anfängen möglich (da die Informationen leider nicht aktuell sind), welche umgreifenden Einfluss die US-amerikanischen Familien auf die US-amerikanische und internationale Wirtschaft ausüben. Neben den beiden Banken J.P. Morgan Chase und der ehemaligen CitiCorp finden sich in der Liste der kontrollierten Unternehmen neben den Ölgiganten auch Unternehmen wie IBM, Dow Chemical, Monsanto, AT&T, General Electric, Hewlett Packard, Merck, Equitable oder auch ConEd. Ebenfalls finden sich in den Buch gute Ausführungen zum council for foreign affairs. Der deutsche Titel lautet "Die Mächtigen ud die Supermächtigen". Der Redaktion liegt dazu nur eine Taschenbuch-Ausgabe aus dem Jahr 1978 vor, die im rororo-Verlag erschienen ist. Bei Amazon kann man das Buch immerhin noch gebraucht als broschierte Ausgabe erhalten.

Fazit:
Das Buch ist mehr als lesenswert und bietet, zusammen mit den beiden Voworten der neuen Auflage von Galbraith und Max Otte wertvolle Informationen zu Finanzmärkten, ihren Akteuren und Regulierern. Dabei ist dieses Buch durch die vielen Anekdoten aus der damaligen Zeit zudem auch amüsant genug, um über den Wahnsinn der damaligen Zeit schmuzeln zu können.

Neben diesem Buch kann die Redaktion Ihnen folgende Titel sehr ans Herz legen:Der Crash kommt von Max Otte und Das Greenspan Dossier von Roland Leuschel und Claus Vogt.

Der Untergang des Dollar-Imperiums
Preis: 22,95 €
Verlag: Kopp Verlag 2009
ISBN: 978-3-938516-89-8
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