| Die Geschichte des Geldes
"Seit jeher ist Geld nicht nur Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel gewesen, sondern auch Spielball der Mächtigen, Teil eines Wirtschaftsimperialismus, der sich bis ins Altertum zurückverfolgen läßt. Der Autor beleuchtet die Anfänge des Geldes, über die verschiedenen Arten von Geld, von Naturalien über Münzgeld, Rechnungs- und Währungsgeld, die in der Vergangenheit aufgetretenen Formen von Zeichengeld und Papiergeld bis hin zum Buchgeld. Dabei kommt dem Autor seine Unvoreingenommenheit zugute, die das Buch zu einer trotz seines Umfanges sehr spannenden Lektüre werden läßt, die nicht nur jedem Anleger, sondern auch jedem Politiker nur ans Herz gelegt werden kann. Die Geschichte des Geldes hält wahrlich einige Aha-Erlebnisse bereit, und damit ist nicht nur das bereits in der Kurzvorstellung erwähnte Vorgehen Laws bei der Manipulation des französischen Hartgeldes gemeint. So zeigt der Autor beispielsweise, dass der kometenhafte Aufstieg Alexanders des Grossen erst durch den Goldstater seines Vaters, Phillip von Mazedoinien, Möglich wurde. Ebenso erbaulich wie interessant ist die Verbreitung des österreischischen Mariatheresientalers, der zu seiner Zeit in Arabien und Afrika zur führenden Handelswährung avancierte. Doch vor allem kann das Buch jedem Menschen dienen, der sein Vermögen dauerhaft schützen will, weil es klar und deutlich zeigt, dass zu allen Zeiten in allen Ländern und Sprachen Silber, Gold ein Schutz vor der Bereicherung von Staaten darstellen. Zudem erfährt der Leser, das Giralgeld, Kredit und selbst die Spekulation tatsächlich beinahe so alt sind, wie jene von vielen als archaisch bezeichneten noch immer bedeutensten Formen des Geldes, nämlich Silber und Gold. Zuletzt sei nochhervorgehoben, dass Renè Sedillot sich auch Zeit nimmt, der Frage nach zu gehen, ob ein Leben ohne Geld möglich ist. Und dafür bietet die von ihm zusammengetragene Geschichte Beweise genug, ein Zusammenleben der Menschen ist zumeist weder ganz ohne Geld, noch ohne werthaltiges Geld möglich. Immer kehrten die Menschen zu Silber und Gold zurück, wenn das Vertrauen verloren ging. Fazit: Sehr emfehlenswert. Auch wenn das Buch nicht mehr neu im Handel verfügbar ist. Wenn Sie ein Exemplar finden, ist es die Investition wert. Muscheln, Münzen & Papier Verlag: Campus Verlag 1992 ISBN: 3-593-34707-5 >> gebraucht bei amazon.de |
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