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| Die Münzprägestätte „The British Royal Mint“ brachte in Anlehnung an die bereits seit zehn Jahren geprägte Goldmünze „Britannia“ eine Silberversion auf den Anlegermarkt.
Während es die Erstausgabe nur in „Polierter-Platte“-Qualität und Limitierung gab, war ab dem zweiten Prägejahr auch die Stempelglanz-Variante mit einer Auflage von 100.000 Stück erhältlich. Namensgeber der Silberunze ist die auf der Motivseite abgebildete „Britannia“, welche als Personifizierung der britischen Inseln schon früher Münzbilder zierte. Als provinziale Figur wurde die Britannia bereits unter dem römischen Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) auf Münzstücken abgebildet. |
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Erst Jahrhunderte später war sie unter Charles II 1672 auf dem Farthing (1/4 Penny) und dem Half Penny mit Speer und Schild sitzend zu sehen. Von da an war die Britannia unter jedem britischen Monarchen Münzmotiv und schmückt noch heute die 50 Pence Umlaufmünze.
(Allerdings wird die weibliche Galionsfigur im Zuge der Münzreform im Sommer 2008 dem neuen Design von Matthew Dent weichen.) Stolz, in majestätischer Pose mit gelassenem Blick und der Flagge „Union Jack“ gilt sie als die perfekte Personifizierung der Briten. Jedoch heißt es, dass die Herzogin von Richmond, Frances Teresa Stuart, die Lieblingsmätresse von Charles II Modell für die moderne Version der Britannia stand. Damit wäre das Bildnis der Insel-Schutzgöttin eine Schottin. Der Bullion Coin (engl. für „Anlagemünze“) wird mit teilweise wechselndem Motiv geprägt. Es gibt ein Standarddesign, von dem nur in ungeraden Prägejahren abgewichen wird. Die so genannte „Standing Britannia“ (das Standardmotiv) wurde von Philip Nathan entworfen. Unterhalb der Britannia hat sich der Künstler mit seinem Namen (Nathan) verewigt. Die Proof-Prägungen (polierte Platte) für Sammler erkennt man auch an der Aufschrift „P. Nathan“. Die von der „Standing Britannia“ (Britannia mit Schild) abweichenden Motive der ungeraden Jahre sind vielfältig designt: So zeigt die Ausgabe von 2007 eine übers Meer blickende Britannia mit einem Schild an ihrer Seite und einem Löwen zu ihren Füßen; den Ölzweig in ihrer linken und Neptuns Dreizack in ihrer rechten Hand. Einzig in den Jahren 1997, dem Erstausgabejahr, und 1999 wurde das Motiv nicht gewechselt. Die Britannia von 1999 wurde nur in Stempelglanz (uncirculated) herausgegeben. Mit dem überarbeiteten Standartmotiv erschien 2008 das siebte Motiv der Britannia. |
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Die Wertseite des Silberlings zeigt, wie für britische, kanadische und australische Anlegermünzen üblich, ein Konterfei der britischen Königin Elisabeth II im Profil.
Dieses ist über die Jahre hinweg gleichbleibend und wurde bisher nur einmal (1998) geringfügig an das aktuelle Aussehen der Königin angepasst.
Das Portrait der Queen auf der Britannia-Erstausgabe entsprang dem Entwurf von Dora de Pédry-Hunt. Die zeitgemäßere Abbildung ab 1998 entwarf Ian Rank-Broadley. Das Bildnis ist umgeben von der Aufschrift „ELIZABETH II DG REG FID DEF 2 POUNDS“. Wie bei allen britischen Anlagemünzen ist der Rand der Britannia geriffelt. (Die Randriffelung diente in früheren Zeiten dazu, das Edelmetall vor Gewichts- und damit Wertverlust durch Abfeilen zu schützen.) Der deutlich unter dem Materialwert liegende Nennwert von 2 Pfund macht die Münze zum gesetzlichen Zahlungsmittel in Großbritannien. Der Nennwert weiterer Stückelungen beträgt je 20 oder 50 Pence und neben der 2-£-Münze gibt es auch eine 1-£-Version. Allerdings werden die „kleineren“ Münzen nur in geringeren Auflagen hergestellt und sind somit weniger für Anleger als umso mehr für Sammler praktisch. Die eine Unze Silber enthaltende Münze wird mit einer für Anlagemünzen ungewöhnlichen Feinheit angefertigt. Die Britannias enthalten kein reines, sondern 958,4er Silber. Diese Münzen sind somit nicht aus reinem Edelmetall (Silber) sondern aus einer Legierung gefertigt. Der Legierungspartner Kupfer dient dazu, das Silber härter und damit weniger empfindlich gegen Abnutzung zu machen. Dadurch sind sie mit 32,54 g etwas schwerer als andere Unzen (31,1 g). Bei dem höheren Gesamtgewicht der Münze spricht man von Raugewicht, das sich aus dem Fein- und dem Restgewicht zusammensetzt. (Multipliziert man das Münzgewicht mit dem Silbergehalt und dividiert es durch 1000, erhält man das Feingewicht.) Die Verwendung des 958,4er Silbers ist darüber hinaus auch deshalb ungewöhnlich, da für britische Silbermünzen sonst „nur“ Sterlingsilber mit einer Reinheit von 925 genutzt wird. Damit ist die Britannia die reinste Silbermünze Großbritanniens und war bis zur Einführung des Silber Philharmonikers im Februar 2008 die einzige Silberanlagemünze Europas. Wegen der relativ geringen Auflage, der wechselnden Motive und der 958er Feinheit wurde die Münze für Sammler interessanter und vergleichsweise teuer. |
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Weitere Hintergrundinformationen: - zum Wiener Philharmoniker - zum Maple Leaf - zum Silver Eagle - zum Koala - zum Kookaburra - zum Libertad - zum Silber Panda - zum Cook Islands Münzbarren |
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